Donnerstag, 11. Mai 2017

[Rezension] Das Mädchen mit dem Löwenherz


Als die 13-Jährige Anna das erste Mal ins Visier der Mächtigen gerät, weiß sie nichts von den Kämpfen, die die katholische Kirche und die Anhänger Martin Luthers zu jener Zeit miteinander ausfechten. Doch Anna ist ein hochbegabtes Weisenmädchen, das über ein absolutes Gedächtnis verfügt, was Geschriebenes angeht. Ein der Reformation zugeneigter katholischer Würdenträger erkennt ihre Begabung. Fortan setzt er sie als Junge verkleidet als Spionin in eigener Sache ein, die den Klerus belastende Dokumente unters Volk bringt. Doch es dauert nicht lange, bis die katholische Kirche ihr auf die Spur kommt und Anna sich inmitten von Intrigen und Verbrechen wiederfindet. Jetzt, so denkt sie, kann ihr nur noch einer helfen: Martin Luther!



ISBN-10: 3570159558
Verlag: cbj
Gebunden: 16,99€
eBook: 13,99€
Seiten:384
Erscheinungsjahr: 2017
Quelle: randomhouse

 [Leseprobe]

Über den Autor:
Jürgen Seidel...
... wurde 1948 in Berlin geboren und ist promovierter Literaturwissenschaftler. Er veröffentlichte im Laufe seiner erfolgreichen Autorenkarriere Erzählungen, Hörspiele, Rundfunkbeiträge, literaturwissenschaftliche Publikationen - und zahlreiche Jugendromane. Er lebt mit seiner Familie in Neuss.


Meine Meinung:

Das Cover find ich sehr schön gestaltet und hat eine freundlich-fröhliche Ausstrahlung.

In der Geschichte geht es um die junge Anna, die schon sehr früh lernen musste auf sich selbst acht zu geben und für ihre Sache einzustehn. Dadurch wirkt sie manchmal etwas vorlaut was, zur damaligen Zeit, für ein Mädchen nicht gerade als angemessen empfunden wird. Dadurch gerät sie mehr als einmal in Schwierigkeiten. Als man entdeckt dass Anna über die Gabe des Wolkenauges verfügt, wird sie zum Spielball der Revolutionisten.
Nachdem sie lange in einem Gestrüpp von Intrigen, Verbrechen und Verfolgung lebt, beschließt sie Martin Luther zu schreiben, in der Hoffnung dass er ihr Helfen kann.

Erzählt wird Annas Geschichte über die Briefe die sie Luther mit 20 schreibt. Darin erzählt sie ihm, wie sie Lesen und Schreiben lernte, ihre Gabe das Geschriebene im Gedächtniss zu behalten entdeckt wird und an welche Orte ihre Reise sie geführt haben.
Am Ende des Buches befindet sich noch ein Glossar, da im Buch öfter Wörter wie 'Burse', 'Kurie' und 'Novize' vorkommen, die man so einfach nachschlagen kann, falls einem diese kirchlich geprägten Begriffe nicht geläufig sind.
Mich konnte die Geschichte leider nicht überzeugen. Angefangen beim Schreibstil, der es mir schwer gemacht hat mich in Anna hineinzuveretzen. Auch mit Anna selbst konnte ich nicht wirklich etwas anfangen. Die Briefe, die sie an Luther schreibt, wirken immer sehr darum bemüht Eindruck auf ihn zu machen. Als ob sie wollte, dass er Stolz auf sie ist und ihr zur Hilfe kommt.
Mir persönlich hat etwas die Spannung gefehlt, die ich von einem Thriller erwartet hätte.

Konnte mich nicht mitreißen.


 Lieblingszitate:

"Er warnt vor einer >Bücherpest<"
 -Seite 248

Danke an cbj für das Rezensionsexepmlar.

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